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DFG-Projekt "Perspektiven für den Bezug elektronischer Informationsressourcen in der Bundesrepublik Deutschland"


Zielsetzung des Projektes, das von zwei Projektgruppen an der UB Potsdam und an der StUB Frankfurt/Main mit Unterstützung des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität Frankfurt gemeinsam bearbeitet wird, ist es, zunächst eine Bestandsaufnahme und Bewertung gegenwärtiger Bezugsstrukturen von elektronischen Informationsressourcen (Datenbanken, E-Journals, Volltexte etc.) in Deutschland und ausgewählten Nachbarländern durchzuführen und darauf aufsetzend Modelle für eine künftige Bezugs- und Bereitstellungspraxis in der Bundesrepublik Deutschland zu entwickeln.

In diesen Alternativmodellen sollte stärker als bisher den medienimmanenten Bezugs- und Nutzungsoptionen elektronischer Ressourcen Rechnung getragen und deren Bezug deutlich flexibilisiert werden, etwa durch die Entbündelung kommerzieller Angebote und die Entkoppelung elektronisch und nicht-elektronisch vorliegender Ressourcen. Auch die existierenden regional fixierten Konsortialmodelle werden einer Neubewertung unterzogen. Durch die Flexibilisierung soll eine stärker nachfragebezogene Versorgung der Endnutzer sichergestellt werden. Zwischenergebnisse finden Sie hier.

Einen weiteren Schwerpunkt der Untersuchung bilden nicht-kommerzielle Bereitstellungs-formen für elektronische Ressourcen, etwa die Angebote wissenschaftseigener Server wie MathNet und PhysNet, die Entwicklung hochschuleigener Publikationsumgebungen wie eScholarship und Dspace. Weiterhin zählen hierzu Initiativen, die eine veränderte Publikationspraxis voranbringen wollen, wie z.B. SPARC und Initiativen von Fachgesellschaften oder Universitätsverlagen, die sich für eine Veränderung der wissenschaftlichen Publikationspraxis und für eine Veränderung der Wertschöpfungskette einsetzen. In diesen Zusammenhang gehört auch das seit Dezember 2001 laufende DFG-Projekt GAP – German Academic Publishers.
Alternative Publikationsverfahren und –instrumente sollen dargestellt und untersucht werden, den Überlegungen zur Übertragbarkeit solcher „Alternativen“ auf die gegebene Situation – als denkbaren anderen Weg neben den heute schon für wissenschaftliche Publikationen existierenden Formen- wird im Projektverlauf entsprechendes Gewicht eingeräumt.

Die Leitung der Projektgruppe hat in Potsdam Hr. Dr.Andreas Degkwitz, Projektmitarbeiterin ist Fr. Heike Andermann. In Frankfurt liegt die Leitung bei Hr. Berndt Dugall, Projektmitarbeiter ist Hr. Dr. Rainer B. Fladung.

     
 
 02/2003 Rainer Fladung